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Montag, 24. April 2017

Filme über Kinos im Kino: 66 KINOS + TEMPLES OF DREAMS



Ich mag Filme im Kino ansehen und ebenso gern mag ich Filme über Kinos ansehen. Philipp Hartmanns 66 KINOS gab es am 22.4. im Rahmen der Dokumentarfilmwoche Hamburg im METROPOLIS Kino zu sehen. Der Film porträtiert mehrere Filmtheater, in denen der Filmemacher seinen Film DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER LÖWE vorstellte. Lauter tolle Lichtspielhäuser wie das Münchner Werkstatt-Kino, das MeldorferVerzehrkino (!), die Schauburg in Karlsruhe sowie auch die Hamburger Kinos METROPOLIS, LICHTMESS und B-MOVIE.

Wer 66 KINOS verpasst hat und gern ansehen möchte, dem sei ein Besuch im Hamburger Lichtmess-Kino empfohlen. Dort wird der Film am 22.6.2017 (20:00) im Rahmen der altonale gezeigt. Sehr empfehlenswert! 

Jetzt bräuchte man noch eine Liste mit allen von Hartmann während seiner Kinotour besuchten Kinos und dann könnte die eigene Reise durch Deutschlands vielseitige Kinolandschaft losgehen.

Viel mehr zu 66 KINOS erfährt man auf der Film-Webseite

Plakat: © flumen film 



Auf einen weiteren Dokumentarfilm über die Magie des Kinos und die Passion der Kinobetreiber und Kinobesucher darf man sich auch schon freuen. Am 19.5. (19:00) zeigt das METROPOLIS beim Finnland-Forum Jouko Aaltonens TEMPLES OF DREAMS (Finnland 2015, Originaltitel TUNTEIDEN TEMPPELIT).

“Synopsis: Beautiful and funny stories from old and new cinemas. Watching films in cinemas is loaded with strong feelings and powerful memories, erotic encounters, laughter, anger and sorrow - any possible human emotion is only ordinary in these Temples of Dreams. Film also tells about experiences of old projectionists and cinema owners in the era when film changes into digital bytes. A documentary about the common viewing experience, as told by a mixed group of people who feel passionate about film.” ILLUME 
 

Donnerstag, 13. April 2017

LenaLove am 10.5. bei DaF im METROPOLIS Kino



Am 10. Mai 2017 (19.00) in unserer Filmreihe DaF im METROPOLIS Kino: LenaLove, Florian Gaags spannender Thriller, der in die Welt der Sozialen Medien und Chats eintaucht und das Thema Cybermobbing in den Blick rückt.

In einer visuellen Achterbahnfahrt erzählt der Film die Geschichte der 16-jährigen Lena (Emilia Schüle), die in eine Social-Network-Beziehung entflieht, als sich ihre beste Freundin Nicole (Kyra Sophia Kahre) und ihr Schwarm Tim (Jannik Schümann) von ihr abwenden. Sie weiß nicht, wer die Chat-Bekanntschaft zu diesem Noah, der so viel Verständnis für sie und ihre Probleme aufbringt, eingefädelt hat. Und als es zum realen Treffen mit Noah kommt, verschwindet Lena danach spurlos.  

Kommentar der Produzenten Tatjana Bonnet und Viktor Jakovleski:
„Vor dem Computerbildschirm scheinen Hemmschwellen und moralische Bedenken endgültig zu verschwinden. Viele Menschen sind im Netz zügelloser und haben einen direkten und unmittelbaren Zugang zum ausgewählten Opfer. Sich schnell verbreitende Beleidigungen in Form von Posts und Kommentaren verbreiten sich in ungeheurem Tempo. Vor allem in den USA, Japan und Großbritannien, aber auch zunehmend in Deutschland, häufen sich Fälle von Internetmobbing in ungeheurem Ausmaß. In Deutschland werden jede Woche schätzungsweise 500.000 Schüler gemobbt, fast jedes dritte Schulkind. Nach einer bundesweiten Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse gaben 32 Prozent der jungen Menschen zwischen 14 und 20 Jahren an, schon einmal im Internet beleidigt, bedroht oder verleumdet worden zu sein. Jeder Zehnte hat nach eigenen Angaben bereits selbst im Internet gemobbt – und jeder Fünfte hält es für wahrscheinlich, selber Täter zu werden. Die Folgen sind gravierend: Es gab erste Fälle gerichtlicher Verurteilungen aufgrund von Cyber-Mobbing. Es sind Präzedenzfälle, die das Verhalten und die Regeln im Internet bereits geprägt haben. Es gibt mittlerweile Internetseiten und -Kampagnen, die vor Cybermobbing warnen und aufklären. Endlich werden auch die Sozialen Netzwerk-Betreiber vermehrt aktiv und gehen gegen Mobbing im Internet vor.”


„Regisseur Florian Gaag hat sich nach seinem Debüt »Wholetrain« (2006), der in der Graffitiszene spielte, nun der Welt der sozialen Netzwerke zugewandt und erzählt eine komplex verwobene Geschichte dreier Familien. Er zeigt die Macht von Zufällen und wie leicht aus einem bösen Streich blutiger Ernst werden kann. Geschickt verbindet er die Figuren miteinander, sodass aus dem moralischen Schuld-und-Sühne-Konzept ein differenzierter Film wird, der in erster Linie zum Nachdenken anregt. Banaler Ehebruch, verkanntes Talent, Wohlstandsverwahr­losung, Eifersucht und bittere Enttäuschung bilden den Hintergrund für einen ebenso spannenden wie kunstvoll gestalteten Film, der mehr will als nur unterhalten.“ epd Film

LENALOVE ist ein ungemein kraftvoller Film, der ohne erhobenen Zeigefinger für die Zielgruppe relevante Themen aufarbeitet und auf Gefahren hinweist. Spannend, herausfordernd und von hoher Relevanz. Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), Prädikat BESONDERS WERTVOLL 


„Mit allerlei überraschenden Wendungen samt visuellem Einfallsreichtum wird der Spannungsbogen souverän gehalten.“ Programmkino 

„Eine Schülerin, die sich verlassen fühlt, im Internet nach Kontakten sucht und zum Opfer von Cybermobbing wird: Regisseur Florian Gaag packt ein brisantes aktuelles Thema in einen spannenden Film mit opulenten Bildern.“ Audio: Gespräch mit dem Regisseur Florian Gaag 


Für die Produzentin Tatjana Bonnet war der Film LenaLove ein Herzensprojekt, das sie unbedingt realisieren wollte und für dessen Finanzierung sie hart kämpfen musste.
„Wir haben um den Film kämpfen müssen. Ich war ein Newcomer am Markt, hatte vorher noch keinen eigenen Film produziert. Wir mussten die Förderer wirklich erst überzeugen, das Cybermobbing ein Thema ist. Wir wurden gefragt: „Stimmt das? Haben die Kids heutzutage überhaupt alle ein Handy?“ Ich will da niemandem zu nahe treten, aber wir mussten sie an die Hand nehmen. Letztendlich wurde er finanziert, aber wir hatten mit dem Geld zu kämpfen“, berichtet Bonnet von den Startschwierigkeiten. Ein finanzielles Risiko sei das Herzensprojekt aber trotzdem: „Wenn der Film floppt, kann das bedeuten, dass wir die Förderung, die ja nur ausgelegtes Geld ist, nicht zurückzahlen können, wenn der Film nicht genug Geld wieder einspielt. Wenn der Film dann fliegt, also gut ankommt, kommt das Geld zurück in den Filmfördertopf. Ich bin aber auch privat beteiligt, mit einer ganzen Menge Geld. Ich habe jahrelang gespart, um dieses Herzensprojekt zu realisieren.“ Produzentin Tatjana Bonnet in der Berliner Zeitung 

Zusammengestellt von Regina Nickelsen (Colón Language Center)


DaF im METROPOLISKino Hamburg am 10.5.2017 (19.00 Uhr):

LenaLove
Deutschland 2016
Regie: Florian Gaag
Lauflänge: 92 Minuten

Fotos und Trailer: © Alpenrepublik

Donnerstag, 9. März 2017

SMS FÜR DICH bei DaF im METROPOLIS Kino Hamburg



Ja, das gibt es auch in Deutschland, wirklich schönes, romantisches Kino auf internationalem Niveau: SMS FÜR DICH am 12.4.2017 (19.00) in unserer Filmreihe DaF im METROPOLIS Kino zu sehen.

Schauspielerin und Regisseurin Karoline Herfurth ist eine wunderschöne Romanze gelungen, die Spaß und gute Laune macht. Sie spielt selbst die Heldin Clara, die über den Verlust ihrer großen Liebe Ben nicht hinwegkommt. Erst zwei Jahre nach dessen Tod durch einen Autounfall, den Clara mit ansehen musste, kehrt sie nach Berlin zurück. Ihrer Freundin Katja (ganz stark Nora Tschirner) gelingt es zwar, sie auf andere Gedanken zu bringen, doch heimlich schickt Clara Ben immer wieder SMS an dessen Handynummer, nicht ahnend, dass diese mittlerweile wieder vergeben wurde. Der eher unromantische Sportjournalist Mark (Friedrich Mücke), der diese Mitteilungen erhält, ist irritiert, fühlt sich aber auch angezogen von der Absenderin, der er zwar nicht antwortet, die er aber dann doch kennen lernen möchte ….. 


„SMS FÜR DICH ist Unterhaltung, wie man sie sich wünscht. Federleicht geschrieben, beschwingt gespielt und stimmig inszeniert. Das ist deutsches Kino zum Verlieben! Prädikat Besonders Wertvoll
Virtuos jongliert der exzellent geschriebene Film mit den Formeln und Versatzstücken der RomComs, erinnert an E-MAIL FÜR DICH, SCHLAFLOS IN SEATTLE und an GHOST - NACHRICHT VOM SAM, ohne diese Vorbilder einfach nur zu imitieren.“ Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW


„Herfurth (die Regisseurin und die Schauspielerin) erdet die altbekannten Hollywood-Mechanismen mit einer solch entwaffnenden Natürlichkeit, dass selbst der ein oder andere Zyniker im Publikum seinen Glauben an die wahre Liebe in diesen 107 bezaubernden Minuten wieder zurückerlangen wird.
Ganz großes romantisches Kino – „SMS für dich“ braucht sich selbst vor seinem Hollywood-Vorbild „Schlaflos in Seattle“ absolut nicht zu verstecken!“ (4,5 von 5) Filmstarts 


„Romantische Komödien fürs Kino kommen meist aus Amerika, oft aus England, manchmal aus Frankreich, seltener aus Italien, fast nie aus Kasachstan, diesmal aber kommt eine von hier: „SMS für dich“.
Klassischer Fall einer romantischen Komödie, und genau so hat Karoline Herfurth „SMS für dich“ jetzt auch verfilmt: als eine deutsche RomCom, die das Niveau vieler amerikanischer Vorbilder erreicht.“ FAZ 


Text: Regina Nickelsen (Colón Language Center)

DaF im Metropolis Kino Hamburg am 12.4.2017 (19.00):
SMS FÜR DICH
Deutschland 2016
Regie: Karoline Herfurth
Lauflänge: 107 Minuten
Fotos und Trailer: © Warner Bros. Pictures Germany